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»Physikotheologie«Arbeitstagung vom Samstag, den 21. August 2004 in Zürich Mit »Physikotheologie« wird eine seit der Antike ist im Abendland immer wieder anzutreffende Gedankenfigur bezeichnet: »Das Wesen Gottes ist unerforschlich; gleichwohl lässt sich seine Allmacht, Weisheit, Güte aus der sichtbaren Welt erschließen.« Das Verhältnis zwischen dem Unzugänglichen und seinen Manifestationen, dem Numinosen und seinen Epiphanien bzw. zwischen dem Schöpfer und seiner Schöpfung wird als ein zeichenhaftes gesehen; und dementsprechend die Erkundung des vorerst Unerkannten als ein Spuren-Lesen. Die Art des Bezugs wandelt sich im Lauf der Geschichte. Auf diese semiotischen Ansätze und Verschiebungen wollen wir unser Augenmerk richten. Vermutlich hat der Verlust dieses Denkmodells auch Folgen für den Umgang mit der Natur in der Gegenwart. Wie üblich in den Jahren mit gerader Jahreszahl hat unsere Gesellschaft 2004 einen Arbeitstag veranstaltet. Es wurden keine Referate gehalten, sondern die Teilnehmenden lasen zur Vorbereitung eine ca. 50-seitige Anthologie mit Quellen-Texten aus der physikotheologischen Tradition durch (oder lasen darin ausgewählte Stücke). Einige Fachleute boten in Diskussions-Voten Hintergrundswissen zu einzelnen Gestalten (Paracelsus, Böhme, Scheuchzer) Diese Anthologie und die Diskussionen bildeten den Anstoss für die Publikation dieses Buches Paul Michel, Physikotheologie – Ursprünge, Leistung und Niedergang einer Denkform (= Neujahrsblatt auf das Jahr 2008, hg. von der Gelehrten Gesellschaft in Zürich) 212 Seiten plus 13 Abbildungen Editions à la Carte, Zürich 2008 (ISBN 978-3-905708-35-6) pdf-File des Inhaltsverzeichnisses Buch als pdf-File (900 kB in neuem Fenster; nur mit Leseberechtigung, kein Ausdruck möglich) |